Road Journal · 7.–14. Juni 2026
Atlantik. Geschichte. 2’900 Kilometer.
Von Oostende über die Normandie und Bretagne zurück in die Schweiz – eine Heimreise, die zur Hauptreise wurde.
8
Tage unterwegs
ca. 2’900
Kilometer
3
Regionen am Meer
2 Vespas
ein grosser Reisebogen
Nach der European Vespisti Week
Nicht direkt nach Hause. Erst einmal Richtung Horizont.
Am 7. Juni verliessen wir Oostende – aber nicht auf dem kürzesten Weg in die Schweiz. Die Route zog uns weiter an die Kanalküste, über kleine Strassen, durch Hafenorte und vorbei an Stränden, an denen der Wind jede Pause zu einem Teil der Reise machte.
Was als Rückfahrt begann, wurde zu einer eigenen, acht Tage langen Tour: rund 2’900 Kilometer zwischen Nordsee, Atlantik, Geschichte und einer Landschaft, die hinter jeder Kurve ihr Gesicht wechselte.
Keine schnelle Verbindung von A nach B – sondern Küste, Nebenstrassen und genau so viele Umwege, wie es brauchte.
Kreide, Meer und Weite
Die Küste gab den Takt vor.
Steile Kreidefelsen, weite Strände und ständig wechselndes Licht begleiteten uns in die Normandie. Étretat und die Küstenstrassen zeigten gleich zu Beginn, weshalb diese Route nicht einfach Heimweg genannt werden konnte.
D-Day-Küste
Orte, an denen man leiser wird.
An den Stränden und Schauplätzen des D-Days änderte sich die Stimmung. Normandy American Cemetery, Omaha Beach, Utah Beach und Pointe du Hoc sind keine gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten. Zwischen Gräbern, Denkmälern, Bunkern und dem offenen Meer wurde aus der Fahrt eine stille Begegnung mit europäischer Geschichte.
Wir nahmen uns Zeit. Nicht für möglichst viele Fotostopps, sondern um zu verstehen, zu schauen und die Dimension dieser Orte wirken zu lassen.
Zwischen den Flaggen, dem Wind und dem Meer bleibt vor allem eines: Respekt.
Weiter westwärts
Bretagne: rau, ehrlich und wunderschön.
Hinter den historischen Orten wurde die Reise wieder leichter. Küstenregionen, kleine Häfen, Felsen, Felder und Strassen, die sich scheinbar endlos durch die Landschaft zogen. Die Vespas passten perfekt in diesen Rhythmus: nicht hetzen, sondern sehen, riechen und anhalten, wenn der Ausblick es verlangte.
Was von der Strecke bleibt
→ Salz auf der Verkleidung und Wind im Helm
→ Kleine Strassen statt grosse Achsen
→ Hafenorte, Küstenpfade und lange Horizonte
→ Zwei Vespas, die jeden Kilometer gemeinsam machten
Mont-Saint-Michel
Erst eine Silhouette. Dann ein ganzer Horizont.
Der Mont-Saint-Michel tauchte schon von Weitem aus der flachen Landschaft auf. Je näher wir kamen, desto unwirklicher wirkte dieser Ort zwischen Himmel, Watt und Meer. Ein Höhepunkt, der nicht laut sein musste – und einer jener Momente, für die man 2’900 Kilometer gerne in Kauf nimmt.
7.–14. Juni 2026
Acht Tage später war die Schweiz wieder da. Die Reise aber noch lange nicht vorbei.
Die letzten Kilometer führten zurück Richtung Heimat. Im Gepäck: Bilder von Küsten und Geschichte, salzige Luft, wunderschöne Landschaften und das gute Gefühl, dass der längere Weg sehr oft der richtige ist.
2’900 Kilometer. Zwei Vespas. Ein Rückweg, der keiner war.
Von Oostende über die Normandie und Bretagne bis zurück in die Schweiz – eine Reise zwischen Erinnerung, Atlantik und echter Vespa-Freiheit.
